Tipps & Tricks

Flirten – jeder kennt den Begriff, man macht es oft (auch unbewusst), aber doch kann man auch hier viel lernen. Es gibt viele Arten zu flirten, und fast so unterschiedlich wie die einzelnen Arten sind die einzelnen Ziele der Flirtenden. Man sucht vllt. einfach nur mal ein kurzweiliges Gespräch, oder eben auch “den Einen” bzw. “die Eine” – auch wenn “suchen” in dem Zusammenhang ein unschöner Begriff ist. Aber dazu später mehr.

Was gilt es also zu beachten? Sind die besten Tipps nicht ohnehin geschlechtsspezifisch?

Es gibt durchaus ein paar grundlegende Tricks und simple Tipps, aber gerade da das Flirten an sich eine individuelle Angelegenheit ist und es die verschiedensten Spielarten gibt möchte ich hier bewusst eine geschlechterspezifische Anleitung vermeiden. Es gibt keine “failsafe”-Methode und daher möchte ich auch keine “genaue Schritt für Schritt-Anleitung” präsentieren.

Hier geht es – wie auf dem Rest der Seite – erst mal um das reine Online-Flirten. Über Kommentare und Meinungen zum Artikel würde ich mich sehr freuen.

Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier.

Dieses Zitat stammt von Giacomo Casanova und war zu seiner Wirkungszeit genauso gültig wie heute. Was heißt das für das Online-Flirten? Das Profil muss ansprechen! Das Profil ist quasi die Visitenkarte beim Online-Flirten. Jedes Portal – egal mit welcher Ausrichtung – hat als zentralen Bestandteil eine Liste seiner Profile, die man umfangreich filtern kann um nur Mitglieder nach “seinem Gusto” zu Gesicht zu bekommen. Nun ist es natürlich am besten dort häufig aufzutauchen. Es diese Listen werden meistens gefiltert – nach Entfernung zur suchenden Person, nach Geschlecht, nach Alter. es gibt hier naturgemäßg Werte, die öfter gesucht werden. Beispiele können sein: Großstädte oder eine bestimmte Altersgruppe. Damit kommen wir auch gleich zu den konkreten Profilangaben.

Vom Lande in die Stadt – zumindest virtuell?

Manch einer mag jetzt denken: Dann ziehe ich zumindest virtuell in die Großstadt oder mache mich “mal eben” 5 Jahre älter oder jünger um so ins “Beuteschema” von Suchenden zu fallen. Was erstmal schlüssig klingen mag ist eigentlich das größte No-Go was man im Bereich Online-Flirten vollbringen kann. Zum Einen basiert das Prinzip des Online-Flirtens auf einer gewissen Vertrauensbasis, da man sich quasi blind* drauf verlassen muss dass die Mitglieder zutreffende Angaben im Profil machen.  Zum Anderen ist das Ziel des Online-Flirtens ja, den/die Andere(n) auch mal live zu treffen – wie und wo wird später erläutert – und spätestens da ist eben Schluss mit falschen Angaben. Gerade wenn man langfristige Partnerschaften sucht, so sollte man ja auch jemanden auf seiner Wellenlänge suchen, der/die eben mit dem eigenen Alter, Wohnort etc. klarkommt.

Ins rechte Licht gerückt

Ist man nun also in einer Trefferliste eines suchenden Mitglieds, so fällt der Blick meistens zuallererst auf das Foto. Hier kann man viel gewinnen, aber auch viel verspielen.

Es gibt bei vielen Portalen grundsätzlich die Möglichkeit, kein Foto einstellen zu müssen. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. Manch eine(r) fürchtet andere mit dem Foto abzuschrecken. Noch viel mehr Leute haben aber die (teilweise sicher nicht unberechtigte) Sorge, von Freunden, Kollegen oder gar dem Chef zufällig erkannt zu werden. Gerade weil diese Seiten regional sehr gebunden sind, kann das schon mal vorkommen. Ob man ein Foto einstellen möchte muss man für sich selbst entscheiden – unbestritten ist aber dass Profile mit Foto erfolgreicher sind, denn “das Auge isst mit” und ein Foto suggeriert auch ein authentisches Profil.

Es gibt nicht “das perfekte Foto”. Viele jüngere Frauen fotografieren sich gerne von schräg oben. Wenn man sich selbstsicher darstellen will, kann man sich leicht von unten fotografieren. So kann man mit einem Foto alleine durch Wahl des Blickwinkels bestimmte Motive ausdrücken. Weiterhin kann man ganz bestimmte Themen wählen – ein Foto im Grünen, auf Reisen, beim Sport oder auch das Bewerbungsfoto im Anzug.

Worauf man grundlegend achten sollte ist ausreichend Licht und eine gute Erkennbarkeit des Gesichts. Auch eine Sonnenbrille ist nicht immer optimal, da sie einfach mindestens die Hälfte des Gesichts verdeckt. Gerade die Augen sind durch ihre Einzigartigkeit bei jedem Menschen ein sehr wichtiges Merkmal.

Und los

Nun haben Sie etwas gesucht und auch gleich ein sympathisch wirkendes Mitglied gefunden – sowohl vom Foto her, als auch vom Alter, der Entfernung und – so weit angegeben – den Hobbies und Ansichten. Wie stellt man aber nun sicher dass das Mitglied eine Kontaktaufnahme erwidert?

Hier gibt es dann doch einen gewichtigen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Frauen bekommen grundsätzlich wesentlich mehr Post als Männer. Dies hat im Wesentlichen drei Gründe:

  • Es wird nach wie vor von den Männern erwartet den ersten Schritt zu tun
  • Meistens sind mehr Männer als Frauen auf den Plattformen registriert und aktiv
  • Auch wenn frau nicht der absolute optische Gewinn ist, so sind Männer da in der Regel recht tolerant

Gerade auf Seiten, die eher in die Richtung des zwanglosen Flirts statt des ernsten Datings gehen wiegt der dritte Punkt nochmal stärker.

Dieser Umstand führt nun dazu, dass Frauen viele Nachrichten bekommen und oft auch gar nicht antworten. Dies bewirkt im Umkehrschluss, dass Männer viele Frauen anschreiben, einfach nur um überhaupt eine Antwort zu bekommen. Wenn man(n) nun aber viele Nachrichten verschickt, so kann nicht jede dieser Nachrichten absolut persönlich wirken. Das Resultat ist dann folgende, vermutlich an alle gerade online anzutreffende Frauen verschickte Einheitsnachricht:

hi

du bist voll hübsch und hast ein tolles Profil. Hast du Lust mal mit mir zus chreiben?

LG

Hier kann man einige grobe Fehler beobachten, die in 95% der Fälle auch keine Antwort auslösen:

  • Unpersönlichkeit: Es fehlt eine Anrede. “Hi Anna”, “Hi Stern1984″ etc. sind alles bessere Alternativen als “hi”
  • Rechtschreibung: Bereits die erste Zeile ist fehlerbehaftet. In der zweiten Zeile gibt es auch einen Fehler.
  • Keine Abkürzungen: “Liebe Grüße” ist besser als “LG”
  • Sagen, wer man ist: “Liebe Grüße Max1983″, “Liebe Grüße Max” etc. ist besser als “LG”. Nicht zu förmlich auftreten: “Liebe Grüße Max Mustermann” wäre daher eher falsch

Eine basierend auf diesen Punkten aufgewertete Nachricht könnte so aussehen:

Hi Stern1984,

du bist voll hübsch und hast ein tolles Profil. Hast du Lust mal mit mir zu schreiben?

Liebe Grüße

Max

Diese Mail ist zumindest von der Form her schon mal wesentlich ansprechender als das erste Beispiel. Allerdings wird diese Mail immer noch nicht viele Antworten nach sich ziehen – denn sie ist immer noch eine, die man mehr oder weniger an alle online anzutreffende Mitglieder verschicken kann – mit einfacher Änderung der ersten Zeile.

Eine Version, die wirklich auf das Mitglied abgestimmt ist, wird schon wesentlich mehr Antworten auslösen:

Hi Stern1984,

du bist voll hübsch und hast ein tolles Profil. Ich war letztes Jahr auch an der türkischen Riviera, das war wohl schön. Es war nur manchmal etwas zu warm :-) Ich sehe du magst Retriever. Ich mag auch Hunde und hatte mal einen braunen Labrador. Hast du Hunde? Schreib mir doch mal :-)

Liebe Grüße

Max

Nun wird “Stern1984″ schon eher antworten, zumindest wenn sie sich von Ihrem Foto einigermaßen angesprochen fühlt und Ihr Alter als passend erachtet. Solch persönlichen Nachrichten sind natürlich aufwendiger als die oben beschriebenen “Spams”. Man kann nun nicht mehr einfach pauschal alle online anzutreffenden Mitglieder ansprechen, aber auch hier gilt “Klasse statt Masse” und Sie werden sehen, dass viele Antworten Ihren Posteingang füllen werden.

Was “Anna (19), Studentin” und “Hans-Dieter (53), arbeitslos” gemeinsam haben

Dieser Abschnitt ist bewusst provokant tituliert und soll das Anonymitätsproblem erläutern. Er soll keinesfalls pauschalisierend alle arbeitslosen Mitbürger verurteilen oder alle 19-jährigen als Studentinnen deklarieren.

Folgendes Szenario:

Sie chatten mit einem netten Gegenüber, sie heißt Anna, ist gerade 19 Jahre alt geworden und studiert Medizin. Oder so behauptet sie es jedenfalls. Leider haben Sie im schriftlichen Chat überhaupt keine Möglichkeit, diese Angaben auch irgendwie zu verifizieren. Anna könnte auch der arbeitslose 53-jährige Hans-Dieter sein.

Ein Schritt, den man bei ernster Kontaktsuche schon recht bald ins Auge fassen sollte, ist ein Telefonat. Das hört man zumindest schon mal raus ob Anna eher ein Hans-Dieter ist. Man kann natürlich immer noch einem “Fake” aufsitzen, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon mal viel geringer. Auch wird ein Fake sich nur selten zu einem Telefonat überreden lassen und evtl. gar sofort ein Treffen – vermutlich an einem nicht öffentlichen Ort – vorschlagen. Spätestens dann sollte bei Ihnen der “Fake”-Alarm losgehen, aber dazu später mehr.

Nach dem einen oder anderen Telefonat kann man dann auch – sofern der Chatpartner oder die Chatpartnerin über die technischen Möglichkeiten verfügt – mittels Webcam telefonieren. So kann man das Gegenüber auch mal “live” sehen, was meistens noch mal ganz anders wirkt als ein einzelnes, eventuell sehr gestelltes Foto. Dieses “Camen” ist aber optional, im Zweifel kann man sich dann auch mal direkt treffen.

Let’s get physical – das erste Treffen

Das Wichtigste vorneweg: Das erste Treffen sollte an einem öffentlichen Ort stattfinden. Hier empfiehlt sich ein Café oder auch ein gut besuchter Park. Diese Orte ermöglichen es beiden Parteien, das Treffen ggf. schnell zu beenden. Gerade wenn die Entfernungen etwas größer sind und einer oder vllt. sogar beide der Partner eine Anreise zu bewältigen haben sollte man sich irgendwo im Umfeld des Bahnhofes treffen. Wenn man mit der Bahn anreist, so sollte man sich im Vorfeld über Rückfahrmöglichkeiten informieren. Den letzten Zug zu verpassen und dann evtl. leider bei der neuen Bekanntschaft nächtigen zu müssen kann im Film ganz romantisch verlaufen, birgt aber in der Realität einiges an Risikopotential.

Gerade ein Café oä. bietet auch gleich guten Stoff für zwanglosen Smalltalk, über den man gut miteinander ins Gespräch kommen kann. Daher rät man auch eher von einem Kinobesuch ab. Hierbei sieht man sich kaum und kann sich ja logischerweise nicht unterhalten. Es gibt Einzelsituationen bei denen ein Kinobesuch sinnvoll sein kann, z.B. wenn der Partner sehr schüchtern ist und erst mal “auftauen” muss. Da bietet das Kino eine gute Möglichkeit nicht unter dem Druck stehen zu müssen, unbedingt Konversation betreiben zu müssen. Der Film kann dann auch gleich Material für ein wenig Smalltalk nach dem Film liefern und hilft so auch den eher stillen Gewässern. In der Regel würde man aber beim ersten Treffen auf einen Kinobesuch verzichten.

Das erste Treffen sollte nicht ewig gehen, außer es ergibt sich zufällig. Oft haben die beiden Partner ja auch noch ein eigenes Leben und ggf. auch einfach noch andere Verpflichtungen an diesem Tag. Bei gegenseitiger Sympathie dauert so ein Treffen meist 2 bis 3 Stunden. Wenn man bei dem Treffen gleich merkt, dass man nicht füreinander geschaffen ist, so geht das natürlich ggf. deutlich weniger lang.

Fazit

Es gibt nicht den einen goldenen Weg, aber doch einige Grund- und Spielregeln, deren Beachtung die Chancen eines erfolgreichen Kennenlernens deutlich erhöhen. Dieser Artikel soll hierbei einen Leitfaden darstellen und Möglichkeiten aufzeigen. Kommentare sind immer erwünscht!

Diesen Inhalt teilen:

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>