Kinder mitnehmen & vorstellen: Wann und wie?

Ist man alleinerziehend und auf Partnersuche, so gibt es spezielle Portale, wie z.B. Singlemama.de, die alleinerziehende Mütter und Väter zusammenbringen wollen. Hat man nun über ein Portal einen netten Kontakt gefunden, so wird man die eigenen Kinder vermutlich beim ersten Treffen nicht mitnehmen. Aber hier geht es schon los: Was sagt man den eigenen Kindern? Und wann sollten diese den Partner kennenlernen?

Der Flirt-Gui.de empfiehlt hier eine Notlüge, sofern die Kinder noch im Haus wohnen und daher vermutlich höchstens im Teenageralter sind: Man kann sagen, dass man einen Bekannten trifft, oder das man länger arbeitet. Sind die Kinder bereits älter, sollte man die Lügen nicht zu durchschaubar machen. Das ist eine Notlüge, denn man will die eigenen Kinder ja auch schützen. Es kann für Kinder sehr schnell verletzend sein, wenn die eigene Mutter oder der eigene Vater immer wieder zu ersten Dates aufbricht und dann das Gegenüber keine weiteren Treffen wollte. Für die Kinder sind die eigenen Eltern ja quasi perfekt und (vor allem je jünger die Kinder sind) unfehlbar. Wer könnte ihre Mutter oder ihren Vater da nicht toll finden??

Sind die Kinder erwachsen und wohnen nicht mehr im Haus, so ist die Sache ohnehin einfacher, weil man dann auch einfach so zum Treffen gehen kann.

Sollten nun schon zwei oder drei Treffen stattgefunden haben, kann man sich überlegen, die Kinder mitzunehmen. Auch dieses Treffen sollte – wie die ersten Treffen zu zweit – an einem öffentlichen Ort stattfinden, um einen schnellen Rückzug zu gewährleisten wenn es den Kindern zu viel wird.

Hier bietet sich ein Zoo oä. an, gerade wenn die Kinder kleiner sind. Das schafft eine lockerere Atmosphäre, anders als ein stilles Café. Je nachdem wie die Kinder reagieren kann man den neuen Partner oder die neue Partnerin beim nächsten Treffen dann ja nach Hause einladen und zusammen mit den Kindern etwas leckeres essen. Handlelt es sich um erwachsene Kinder, so kann man auch in ein Restaurant gehen und das Ganze mit einem schönen Essen verbinden.

Männermanagement

Als Frau hat man es erwiesenermaßen nicht leicht beim Online-Daten. Wenn man ein einigermaßen gutes Foto von sich preisgibt wird man bombardiert mit ersten Anfragen, Anstupsern, kleinen schönen und leider oft auch weniger schönen Nachrichten und was die Plattformen sonst noch so hergeben. Von daher ist es ratsam, sich neben den ganzen Sportarten im Profil als Frau noch in einer weiteren Sportart zu üben: Männermanagement.

Anfangs ist der Elan groß. Man meldet sich ja meistens nicht online an, weil man auch offline immer die tollsten Typen trifft. So steigern die ersten Nachrichten von potenziellen Verehrern erstmal das eigene Ego und man freut sich. Noch beantwortet man jede Nachricht fleißig, aber schon am ersten Abend kann der Elan in Ermüdung umschlagen. Weibliche Mitglieder können auch schon mal 100 Nachrichten am Tag bekommen.

Diese alle zu beantworten stellt eine großer Herausforderung dar. Daher hier die Tipps des Flirt-Gui.des zum Männermanagement:

1) Hat er nur “hi” geschrieben? -> Nicht beantworten

2) Hat er erkennbar nur ein allgemeine Nachricht versendet -> ebenso allgemein (gerne auch mit einer kopierbaren Vorlage) antworten

3) Ist er erkennbar auf das eigene Profil eingegangen und hat sich wirklich Mühe gegeben -> eine persönliche Nachricht zurückschreiben

Das ist ein gutes Schema, um der Flut an neuen Anfragen her (oder Frau? ;-) ) zu werden. Wenn das trotzdem zu aufwendig ist, dann bietet sich natürlich noch das Engagieren einer Ghost-Daterin an.

Romance Scam

StopHeute möchte ich über das sogenannte Romance Scam schreiben.

Romance Scam bezeichnet eine Form des Internetbetrugs, bei der gefälschte Profile auf Singlebörsen dazu benutzt werden, den Opfern Verliebtheit vorzugaukeln mit dem Ziel, an das Geld der Opfer zu gelangen.

Es gibt hierbei richtig organisierte Banden, meist aus Ghana und Nigeria. Diese gaukeln den Singles aus der Ferne sofortige Verliebtheit auf den ersten Blick vor, versprechen ihnen das Blaue vom Himmel. Zu einem Treffen kommt es in den seltensten Fällen. Meist werden Probleme bei der Einreise nach Deutschland vorgeschoben. Und genau da setzen dann die Scammer an: mit einer Finanzspritze wäre die Einreise jedoch möglich.

2011 waren es laut Angaben des FBI mehr als 50 Millionen Dollar, die US-Bürger an Scammer überwiesen haben.

Dies ist auch in Deutschland inzwischen leider eine weitverbreitete Praxis. Hier liegen jedoch noch keine offiziellen Daten vor.

Mir selbst ist bereits eine ähnliche Situation passiert. Mich hatte ein Einwanderer aus Afrika kontaktiert und bereits nach wenigen Mails gestand er mir seine unsterbliche Liebe zu mir. Er selbst hat sich als absoluten Romantiker beschrieben, der mit seiner gesamten Familie nach Deutschland gekommen ist und im Moment aber arbeitslos ist. Angeblich war es ihm nicht möglich, einen Job zu finden, solange er kein Deutsch spricht. Er warf mit Komplimenten nur so um sich, nannte mich seine Königin, bediente jegliche Klischees was seine Vorlieben und Hobbies betraf (z. B. Spaziergang im Mondschein am Strand, seiner Königin ein schönes Leben bescheren…) und hörte nicht auf, mir seine Liebe zu beteuern. Ich wurde schnell misstrauisch und brach den Kontakt komplett ab.

Ein gewisses Maß an Misstrauen und Vorsicht gehört zum Online-Dating immer dazu. Das heißt natürlich nicht, dass es ausgerechnet Euch treffen muss. Geht einfach mit gesundem Menschenverstand an die Sache heran und seit auf der Hut, wenn ihr beim Online-Dating von eurem Flirt nach Geld gefragt werdet. Es sollte Eurem Traumpartner um euer Herz gehen und nicht um das Bankkonto.

Anna Müller

Tipps und Tricks III

Heute geht es bei den Tipps & Tricks unter anderem um die Wahl des richtigen Pseudonyms. Hier gilt die goldene Regel: Vermeiden Sie abschreckende Namen wie Stecher23, GroßerSchwengel87 oder Ladyknaller.

Okay sind hingegen Phantasiekreationen (“PrettyUnicorn”, “FantasticFisherman”) oder witzige Namen wie “Held vom Erdbeerfeld” bzw. vertrauenserweckende Namen wie “GuteLauneMädel” oder “NetterMitdreißiger” oder einfach “FrohnaturBerlin”.

Oft ist es nicht einfach, auf Kommando kreativ zu sein. Zur Not tut es also auch der Vorname. Der ist aber meist schon vergeben, von daher hat es sich eingebürgert die Jahreszahl des Geburtsdatums oder des aktuellen Jahres dem Namen anzufügen. Beispiele: Anette34 oder Jonas1981.

Natürlich ist ein sympathisch klingendes Pseudonym kein Garant für einen sympathischen Menschen oder dafür dass der/diejenige automatisch viele Interessenten haben wird, aber es ist zumindest ein Pfeiler auf dem Weg zum guten Profil.

Tipps & Tricks II

Im ersten Teil der Tipps & Tricks wurden die verschiedenen Aspekte der ersten Kontaktaufnahme diskutiert. Für diesen zweiten Teil nehmen wir an, dass das erste Treffen erfolgreich verlief. Zumindest für einen selbst. Genau hier ergibt sich nämlich eine potenzielle Stolperfalle: Man weiß in der Regel nicht sofort, wie das Gegenüber das Treffen empfand.

Das Telefonat danach

Nun liegt es nahe, direkt nachzufragen wie das Treffen denn ankam. Aber Achtung: Schickt man sofort nach dem Treffen eine SMS, E-Mail oder setzt einen Anruf ab, so zeigt man zwar Interesse, macht sich aber eventuell uninteressant. Das Gegenüber kann dies leicht als Aufdringlichkeit empfinden, sich denken “wow, der/die hat es aber nötig” oder einfach auch das Treffen, anders als man selbst – als weniger positiv empfunden haben. Zumindest gegen die beiden ersten Fälle kann man etwas tun: Warten.

Natürlich möchte man am liebsten sofort wieder Kontakt, besonders wenn das Treffen positiv verlief und man auf einer Wellenlänge liegt. Nichts desto trotz sollte man zumindest mal ein oder zwei Tage warten und dann dezent nachfragen wie das Treffen empfunden wurde. Hier wird oft das Mittel der SMS genutzt, oder wenn man die Handynummer nicht hat einfach eine mögliche Form der schriftlichen Nachricht (E-Mail oder Nachricht über ein Flirtportal).

Was aber in dem Fall besser sein kann: Ein Anruf. Sicher, man muss am Telefon spontaner sein und kann nicht stundenlang am Text feilen, aber genau das sollte bei gegenseitig stimmender Chemie sehr leicht von der Hand gehen.

Rematch

Wahrscheinlich möchte man sich nun wieder treffen. Auch hier gilt: Nicht überrumpeln. Es kann natürlich sein dass das Gegenüber schon am Telefon (siehe oben) von sich aus ein weiteres Treffen vorschlägt. Darauf kann man natürlich eingehen.

Sofern man aber selbst ein erneutes Treffen ins Gespräch bringen will, so sollte man ruhig ein paar Tage warten, auch wenn es schwer ist.

Auch dieses Treffen kann ohne weiteres wieder in einem öffentlichen Café oder als Spaziergang in einem Park stattfinden. Es wäre hier aber auch denkbar, sich eventuell schon bei Ihnen oder Ihrem Gegenüber zu Hause zu treffen. Das hängt ganz vom gegenseitigen Vertrauen und sicher auch vom Alter der beiden Personen ab. Hier gibt es nicht den “einen” richtigen Weg.

Tipps & Tricks

Flirten – jeder kennt den Begriff, man macht es oft (auch unbewusst), aber doch kann man auch hier viel lernen. Es gibt viele Arten zu flirten, und fast so unterschiedlich wie die einzelnen Arten sind die einzelnen Ziele der Flirtenden. Man sucht vllt. einfach nur mal ein kurzweiliges Gespräch, oder eben auch “den Einen” bzw. “die Eine” – auch wenn “suchen” in dem Zusammenhang ein unschöner Begriff ist. Aber dazu später mehr.

Was gilt es also zu beachten? Sind die besten Tipps nicht ohnehin geschlechtsspezifisch?

Es gibt durchaus ein paar grundlegende Tricks und simple Tipps, aber gerade da das Flirten an sich eine individuelle Angelegenheit ist und es die verschiedensten Spielarten gibt möchte ich hier bewusst eine geschlechterspezifische Anleitung vermeiden. Es gibt keine “failsafe”-Methode und daher möchte ich auch keine “genaue Schritt für Schritt-Anleitung” präsentieren.

Hier geht es – wie auf dem Rest der Seite – erst mal um das reine Online-Flirten. Über Kommentare und Meinungen zum Artikel würde ich mich sehr freuen.

Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier.

Dieses Zitat stammt von Giacomo Casanova und war zu seiner Wirkungszeit genauso gültig wie heute. Was heißt das für das Online-Flirten? Das Profil muss ansprechen! Das Profil ist quasi die Visitenkarte beim Online-Flirten. Jedes Portal – egal mit welcher Ausrichtung – hat als zentralen Bestandteil eine Liste seiner Profile, die man umfangreich filtern kann um nur Mitglieder nach “seinem Gusto” zu Gesicht zu bekommen. Nun ist es natürlich am besten dort häufig aufzutauchen. Es diese Listen werden meistens gefiltert – nach Entfernung zur suchenden Person, nach Geschlecht, nach Alter. es gibt hier naturgemäßg Werte, die öfter gesucht werden. Beispiele können sein: Großstädte oder eine bestimmte Altersgruppe. Damit kommen wir auch gleich zu den konkreten Profilangaben.

Vom Lande in die Stadt – zumindest virtuell?

Manch einer mag jetzt denken: Dann ziehe ich zumindest virtuell in die Großstadt oder mache mich “mal eben” 5 Jahre älter oder jünger um so ins “Beuteschema” von Suchenden zu fallen. Was erstmal schlüssig klingen mag ist eigentlich das größte No-Go was man im Bereich Online-Flirten vollbringen kann. Zum Einen basiert das Prinzip des Online-Flirtens auf einer gewissen Vertrauensbasis, da man sich quasi blind* drauf verlassen muss dass die Mitglieder zutreffende Angaben im Profil machen.  Zum Anderen ist das Ziel des Online-Flirtens ja, den/die Andere(n) auch mal live zu treffen – wie und wo wird später erläutert – und spätestens da ist eben Schluss mit falschen Angaben. Gerade wenn man langfristige Partnerschaften sucht, so sollte man ja auch jemanden auf seiner Wellenlänge suchen, der/die eben mit dem eigenen Alter, Wohnort etc. klarkommt.

Ins rechte Licht gerückt

Ist man nun also in einer Trefferliste eines suchenden Mitglieds, so fällt der Blick meistens zuallererst auf das Foto. Hier kann man viel gewinnen, aber auch viel verspielen.

Es gibt bei vielen Portalen grundsätzlich die Möglichkeit, kein Foto einstellen zu müssen. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. Manch eine(r) fürchtet andere mit dem Foto abzuschrecken. Noch viel mehr Leute haben aber die (teilweise sicher nicht unberechtigte) Sorge, von Freunden, Kollegen oder gar dem Chef zufällig erkannt zu werden. Gerade weil diese Seiten regional sehr gebunden sind, kann das schon mal vorkommen. Ob man ein Foto einstellen möchte muss man für sich selbst entscheiden – unbestritten ist aber dass Profile mit Foto erfolgreicher sind, denn “das Auge isst mit” und ein Foto suggeriert auch ein authentisches Profil.

Es gibt nicht “das perfekte Foto”. Viele jüngere Frauen fotografieren sich gerne von schräg oben. Wenn man sich selbstsicher darstellen will, kann man sich leicht von unten fotografieren. So kann man mit einem Foto alleine durch Wahl des Blickwinkels bestimmte Motive ausdrücken. Weiterhin kann man ganz bestimmte Themen wählen – ein Foto im Grünen, auf Reisen, beim Sport oder auch das Bewerbungsfoto im Anzug.

Worauf man grundlegend achten sollte ist ausreichend Licht und eine gute Erkennbarkeit des Gesichts. Auch eine Sonnenbrille ist nicht immer optimal, da sie einfach mindestens die Hälfte des Gesichts verdeckt. Gerade die Augen sind durch ihre Einzigartigkeit bei jedem Menschen ein sehr wichtiges Merkmal.

Und los

Nun haben Sie etwas gesucht und auch gleich ein sympathisch wirkendes Mitglied gefunden – sowohl vom Foto her, als auch vom Alter, der Entfernung und – so weit angegeben – den Hobbies und Ansichten. Wie stellt man aber nun sicher dass das Mitglied eine Kontaktaufnahme erwidert?

Hier gibt es dann doch einen gewichtigen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Frauen bekommen grundsätzlich wesentlich mehr Post als Männer. Dies hat im Wesentlichen drei Gründe:

  • Es wird nach wie vor von den Männern erwartet den ersten Schritt zu tun
  • Meistens sind mehr Männer als Frauen auf den Plattformen registriert und aktiv
  • Auch wenn frau nicht der absolute optische Gewinn ist, so sind Männer da in der Regel recht tolerant

Gerade auf Seiten, die eher in die Richtung des zwanglosen Flirts statt des ernsten Datings gehen wiegt der dritte Punkt nochmal stärker.

Dieser Umstand führt nun dazu, dass Frauen viele Nachrichten bekommen und oft auch gar nicht antworten. Dies bewirkt im Umkehrschluss, dass Männer viele Frauen anschreiben, einfach nur um überhaupt eine Antwort zu bekommen. Wenn man(n) nun aber viele Nachrichten verschickt, so kann nicht jede dieser Nachrichten absolut persönlich wirken. Das Resultat ist dann folgende, vermutlich an alle gerade online anzutreffende Frauen verschickte Einheitsnachricht:

hi

du bist voll hübsch und hast ein tolles Profil. Hast du Lust mal mit mir zus chreiben?

LG

Hier kann man einige grobe Fehler beobachten, die in 95% der Fälle auch keine Antwort auslösen:

  • Unpersönlichkeit: Es fehlt eine Anrede. “Hi Anna”, “Hi Stern1984″ etc. sind alles bessere Alternativen als “hi”
  • Rechtschreibung: Bereits die erste Zeile ist fehlerbehaftet. In der zweiten Zeile gibt es auch einen Fehler.
  • Keine Abkürzungen: “Liebe Grüße” ist besser als “LG”
  • Sagen, wer man ist: “Liebe Grüße Max1983″, “Liebe Grüße Max” etc. ist besser als “LG”. Nicht zu förmlich auftreten: “Liebe Grüße Max Mustermann” wäre daher eher falsch

Eine basierend auf diesen Punkten aufgewertete Nachricht könnte so aussehen:

Hi Stern1984,

du bist voll hübsch und hast ein tolles Profil. Hast du Lust mal mit mir zu schreiben?

Liebe Grüße

Max

Diese Mail ist zumindest von der Form her schon mal wesentlich ansprechender als das erste Beispiel. Allerdings wird diese Mail immer noch nicht viele Antworten nach sich ziehen – denn sie ist immer noch eine, die man mehr oder weniger an alle online anzutreffende Mitglieder verschicken kann – mit einfacher Änderung der ersten Zeile.

Eine Version, die wirklich auf das Mitglied abgestimmt ist, wird schon wesentlich mehr Antworten auslösen:

Hi Stern1984,

du bist voll hübsch und hast ein tolles Profil. Ich war letztes Jahr auch an der türkischen Riviera, das war wohl schön. Es war nur manchmal etwas zu warm :-) Ich sehe du magst Retriever. Ich mag auch Hunde und hatte mal einen braunen Labrador. Hast du Hunde? Schreib mir doch mal :-)

Liebe Grüße

Max

Nun wird “Stern1984″ schon eher antworten, zumindest wenn sie sich von Ihrem Foto einigermaßen angesprochen fühlt und Ihr Alter als passend erachtet. Solch persönlichen Nachrichten sind natürlich aufwendiger als die oben beschriebenen “Spams”. Man kann nun nicht mehr einfach pauschal alle online anzutreffenden Mitglieder ansprechen, aber auch hier gilt “Klasse statt Masse” und Sie werden sehen, dass viele Antworten Ihren Posteingang füllen werden.

Was “Anna (19), Studentin” und “Hans-Dieter (53), arbeitslos” gemeinsam haben

Dieser Abschnitt ist bewusst provokant tituliert und soll das Anonymitätsproblem erläutern. Er soll keinesfalls pauschalisierend alle arbeitslosen Mitbürger verurteilen oder alle 19-jährigen als Studentinnen deklarieren.

Folgendes Szenario:

Sie chatten mit einem netten Gegenüber, sie heißt Anna, ist gerade 19 Jahre alt geworden und studiert Medizin. Oder so behauptet sie es jedenfalls. Leider haben Sie im schriftlichen Chat überhaupt keine Möglichkeit, diese Angaben auch irgendwie zu verifizieren. Anna könnte auch der arbeitslose 53-jährige Hans-Dieter sein.

Ein Schritt, den man bei ernster Kontaktsuche schon recht bald ins Auge fassen sollte, ist ein Telefonat. Das hört man zumindest schon mal raus ob Anna eher ein Hans-Dieter ist. Man kann natürlich immer noch einem “Fake” aufsitzen, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon mal viel geringer. Auch wird ein Fake sich nur selten zu einem Telefonat überreden lassen und evtl. gar sofort ein Treffen – vermutlich an einem nicht öffentlichen Ort – vorschlagen. Spätestens dann sollte bei Ihnen der “Fake”-Alarm losgehen, aber dazu später mehr.

Nach dem einen oder anderen Telefonat kann man dann auch – sofern der Chatpartner oder die Chatpartnerin über die technischen Möglichkeiten verfügt – mittels Webcam telefonieren. So kann man das Gegenüber auch mal “live” sehen, was meistens noch mal ganz anders wirkt als ein einzelnes, eventuell sehr gestelltes Foto. Dieses “Camen” ist aber optional, im Zweifel kann man sich dann auch mal direkt treffen.

Let’s get physical – das erste Treffen

Das Wichtigste vorneweg: Das erste Treffen sollte an einem öffentlichen Ort stattfinden. Hier empfiehlt sich ein Café oder auch ein gut besuchter Park. Diese Orte ermöglichen es beiden Parteien, das Treffen ggf. schnell zu beenden. Gerade wenn die Entfernungen etwas größer sind und einer oder vllt. sogar beide der Partner eine Anreise zu bewältigen haben sollte man sich irgendwo im Umfeld des Bahnhofes treffen. Wenn man mit der Bahn anreist, so sollte man sich im Vorfeld über Rückfahrmöglichkeiten informieren. Den letzten Zug zu verpassen und dann evtl. leider bei der neuen Bekanntschaft nächtigen zu müssen kann im Film ganz romantisch verlaufen, birgt aber in der Realität einiges an Risikopotential.

Gerade ein Café oä. bietet auch gleich guten Stoff für zwanglosen Smalltalk, über den man gut miteinander ins Gespräch kommen kann. Daher rät man auch eher von einem Kinobesuch ab. Hierbei sieht man sich kaum und kann sich ja logischerweise nicht unterhalten. Es gibt Einzelsituationen bei denen ein Kinobesuch sinnvoll sein kann, z.B. wenn der Partner sehr schüchtern ist und erst mal “auftauen” muss. Da bietet das Kino eine gute Möglichkeit nicht unter dem Druck stehen zu müssen, unbedingt Konversation betreiben zu müssen. Der Film kann dann auch gleich Material für ein wenig Smalltalk nach dem Film liefern und hilft so auch den eher stillen Gewässern. In der Regel würde man aber beim ersten Treffen auf einen Kinobesuch verzichten.

Das erste Treffen sollte nicht ewig gehen, außer es ergibt sich zufällig. Oft haben die beiden Partner ja auch noch ein eigenes Leben und ggf. auch einfach noch andere Verpflichtungen an diesem Tag. Bei gegenseitiger Sympathie dauert so ein Treffen meist 2 bis 3 Stunden. Wenn man bei dem Treffen gleich merkt, dass man nicht füreinander geschaffen ist, so geht das natürlich ggf. deutlich weniger lang.

Fazit

Es gibt nicht den einen goldenen Weg, aber doch einige Grund- und Spielregeln, deren Beachtung die Chancen eines erfolgreichen Kennenlernens deutlich erhöhen. Dieser Artikel soll hierbei einen Leitfaden darstellen und Möglichkeiten aufzeigen. Kommentare sind immer erwünscht!