Bei der Wahrheit bleiben

Unser Artikel von vor zwei Tagen behandelt als einen der zentralen Punkte die optische Selbsteinschätzung. Wir haben nun einige E-Mails bekommen, in denen gefragt wurde, wie man den Spagat schafft zwischen ehrlicher Selbsteinschätzung und akktraktiver Außendarstellung.

Hier eine anonymisierte Mail:

Hallo,

ich habe euren Artikel über das Aussehen gelesen. Das Problem ist ja, dass man sich irgendwie toll darstellen will. Da gibt es so viele andere Profile dass man irgendwie rausstechen will. Wie aber schafft man es nun, nicht einfach zu lügen? Was ist schlank und was ist dann schon eher dick? Man will ja nicht lügen, aber ich will mich auch nicht unattraktiver machen als ich bin.

[…]

Das Problem, welches in dieser E-Mail angesprochen wird ist in der Tat schwierig zu lösen. Wer definiert, was “schlank”, “dick”, “mollig”, “füllig” oder “vollschlank” ist? Niemand außer uns selbst. Und so kann es selbstverstädnlich mal vorkommen dass man sich als “schlank” sieht, aber andere einen schon als “leicht untersetzt” beschreiben würden. Das sind aber nur marginale Unterschiede. “Schlank” und “füllig” liegen z.B. deutlich auseinander.

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass “schlank” das Ideal darstellt. Dem ist aber nicht so. Gerade Frauen unterliegen oft einem Schlankheitswahn und es gibt sicher auch viele Männer die das mögen, aber fast noch mehr Männer wünschen sich “ein bisschen was zum Anfassen”.

Damit ist also schon mal diese Schwarz/weiß-Denke widersprochen, dass nur “schlank” “schön” sei. Nun kommen wir zur eigenen Einschätzung. Selbsteinschätzungen sind immer schwierig. Gerade wenn man sich anhand einer vagen Skala einschätzen soll läuft es häufig auf Interpretierungen hinaus.

Was man sich hier jedoch immer vor dem inneren Auge halten sollte ist, dass man sich beim Daten ja auch irgendwann mal persönlich treffen wollen wird. Gerade wenn man bedenkt dass die PartnerInnen durch die virtuelle oder bildlose Kontaktaufnahme gerne Luftschlösser bauen, sollte man zusehen dass das Profil nicht zu weit von den optischen Tatsachen abweicht. Sonst ist der Schock beim ersten Date oder gar schon bei der Foto-Freigabe beim Gegenüber groß und man kann wieder von vorne anfangen.

Wenn man sein Profil wahrheitsgemäß ausfüllt hat man gute Chancen, denn dann weiß der Partner auch was ihn erwartet und es kommt zumindest optisch zu keinem “bösen Erwachen” beim ersten Date.

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